Neetze: Nachnutzungskonzept für den Dorfplatz
Abgelehnter SPD-Antrag Neetze – Nachnutzungskonzept für den Dorfplatz und frühzeitige Bürgerbeteiligung
In der Ratssitzung der Samtgemeinde Neetze wurde der von der SPD-Fraktion gestellte Antrag zur Erstellung eines ganzheitlichen Nachnutzungskonzepts für den Dorfplatz sowie zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung abgelehnt. Der Antrag betonte die zentrale Bedeutung des Dorfplatzes als sozialer Treffpunkt und Kernverkehrspunkt im Ort, insbesondere vor dem Hintergrund des Umsiedlungsprozesses des örtlichen Einzelhandelsstandorts in den kommenden Monaten.
Der Einzelhandelsstandort der Gemeinde Neetze soll sich voraussichtlich verlagern, wodurch der Dorfplatz seine zentrale gesellschaftliche Funktion weiter stärken sollte. Ziel des Antrags war die Entwicklung eines ganzheitlichen Nachnutzungskonzepts, das räumliche, soziale und wirtschaftliche Aspekte umfasst. Dazu sollten Nutzungen, Gestaltung, Verkehrsführung, Ver- und Entsorgung, Grünflächen, Barrierefreiheit, Veranstaltungsformen und wirtschaftliche Tragfähigkeit berücksichtigt werden. Zweck der frühzeitigen Bürgerbeteiligung war es, Akzeptanz, Transparenz und eine tragfähige Umsetzung sicherzustellen. Geplant waren verschiedene Formate wie Bürgerversammlung, Online-Beteiligung und Ideenschmiede.
Der Antrag wurde in der Ratssitzung diskutiert, jedoch letztlich von den anderen Fraktionen abgelehnt.
Als Begründungen für die Ablehnung wurden von Vertretern der Mehrheit andere laufende Projekte, Haushaltsprioritäten und zeitliche Ressourcen angeführt. Zudem schwingt die Angst mit, den Wünschen der Bevölkerung nicht gerecht zu werden, da nur 25 % des Dorfplatzes in Gemeindehand liegen.
Vertreter der SPD-Fraktion äußerten sich enttäuscht über diese Entscheidung, betonten jedoch, dass die gemeinsame Zukunft des Dorfplatzes und die Lebensqualität im Ort zentrale Anliegen bleiben. Sie verwiesen darauf, dass ein frühzeitiger Bürgerdialog das Vertrauen stärken und langfristig zur Stabilität der Ortsentwicklung beitragen könne.
So beabsichtigt die SPD-Fraktion, das Thema erneut auf die Agenda zu setzen. Ggf. in Form eines konkreten Folgeantrags in sechs Monaten, dann mit klaren Maßnahmen, Zeitplänen und festgelegten Beteiligungsformaten.
Maik Peyko, SPD-Fraktion Neetze