Ein persönlicher Eindruck: Hausbrand in Neu-Neetze
Am 4.3.2026 wurde das Haus unserer Nachbarin in Neu-Neetze durch einen verheerenden Brand in Schutt und Asche gelegt. Ein Ereignis, dass mich und auch viele Nachbarn noch lange berühren wird.
Um kurz vor 13 Uhr hat mich eine Nachbarin gerufen und gemeinsam sind wir ums Haus gelaufen, um festzustellen, wo der Rauch herkommt. Schnell war klar, dass im Inneren des Hauses ein Brand tobt und wir haben die Feuerwehr gerufen. Nur 7 Minuten später trafen die ersten Feuerwehrleute ein und ein langer und gefährlicher Feuerwehreinsatz begann.
Bis spät in die Nacht mussten wir beobachten, wie ein Haus völlig niederbrennt und mit einem großen Bagger „zerlegt“ wurde. Es gelang den Feuerwehrkräften zuvor nicht, den Brandherd zu finden und ins Haus einzudringen. Ein sehr schwieriger Einsatz mit einer Materialschlacht seinesgleichen.
Das THW Technische Hilfswerk leistete Unterstützung, der ASB AbeiterSamariterBund sorgte für die Verpflegung der Feuerwehren der Ostheide, Bleckede und Dahlenburg, die alle zum Einsatz gerufen wurden. Zum Schutz der Einsatzkräfte kam das neue Hygieneverfahren der Feuerwehr Ostheide zum Einsatz.
Das gesamte Hab und Gut, alle Erinnerungsstücke, Fotos und dgl. sind verloren. Das Lebenswerk der Bewohnerin ist völlig zerstört, über 50 Jahre voller Erinnerungen, Arbeit und Herzblut gingen in den Flammen verloren.
Dieses Ereignis hat mir deutlich vor Augen geführt, welche hohe Bedeutung die Hilfsorganisationen und in diesem Falle die Feuerwehren für die Sicherheit aller haben. Ich hege große Bewunderung für den ruhigen, klar strukturierten und stets bedachten Einsatz unserer örtlichen Feuerwehr. Mit welcher Fürsorge um die Einsatzkräfte und mit welcher Weitsicht um die Schwierigkeit des Einsatzes gehandelt wurde, mit welchem Einfühlungsvermögen unsere Nachbarin, als sie von einer längeren Fahrradtour zurückkam, aufgefangen wurde, beeindruckte mich sehr. Ich möchte mich auch im Namen meiner Nachbarin und aller Bewohner der Milchbergsiedlung bei den Einsatzkräfte bedanken und unsere große Hochachtung aussprechen. Wie gut, dass es euch gibt und ihr so schnell kommt, wenn ihr gerufen werdet.
Auch die Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft für meine Nachbarin war groß. Sie fand vorübergehend bei uns im Hause eine erste Zuflucht und schon 10 Tage danach war eine kleine Wohnung gefunden, renoviert und bezugsfertig. Einfach unglaublich, wie gut die Gemeinschaft funktioniert!
Nun steht unsere Nachbarin vor der großen Herausforderung. Die finanzielle Belastung ist jedoch von ihr allein nicht zu stemmen, insbesondere der Abtransport des Schuttberges auf dem Grundstück.
Um unsere Nachbarin dabei zu unterstützen, haben wir ein Spendenportal eingerichtet. Wir sind für jede Spende dankbar. Denn jeder Euro hilft – www.goodcrowd.org/hausbrand-in-neu-neetze oder www.spendenseite.de/hausbrand-in-neu-neetze/-105554
Brigitte Mertz